A chinese lion statue


Ein Blog über die Faszination des menschlichen Miteinanders vor, in und nach der U-Bahn.

Der Unbekannte in der U-Bahn. Ein Interview mit Marie Dinkle

Schaffner 28. April 2010

Ein wunderbares Blog aus Paris, das erst im März online gegangen ist, sorgt zurzeit für Aufsehen. Marie Dinkle versucht unter dem Titel  “L’inconnu du métro” (Der Unbekannte in der U-Bahn), die Anonymität des Großstadtlebens zu durchbrechen, indem sie eben jene unbekannten Fahrgäste zu Wort kommen lässt. Wer sitzt mit dort gegenüber? Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Gesicht?

So bunt wie die Metropole Paris sind dann auch ihre Begegnungen: Von der vierjährigen Zoé, die einmal eine „große Malerin” werden möchte, über die 26jährige Stéphanie, die statt Musik gerade einen Chinesischkurs auf dem IPod hört, bis zum 73jähirgen Anastazio, der sich in Eile auf dem Weg ins Konsulat befindet.

Stéphanie stellt sich den Fragen von Marie Dinkle (L’inconnu du métro)

Fasziniert von den Geschichten wollte ich etwas mehr über Marie Dinkle und ihr Blog erfahren. Hier ihre Antworten auf die Fragen des U-Bahn-Blogs:

U-Bahn-Blog: Marie, was hat Sie inspiriert, das Blog anzulegen? Gibt es eine besondere Verbindung zur U-Bahn in Ihrem Leben?

Marie Dinkle: Ich bin von Geburt an eine Großstädterin, so dass die U-Bahn wie ein zweites Zuhause für mich ist. Viele Dinge inspirierten mich für dieses Blog: die Gesichter der Menschen oder die Bücher, die sie lesen. Ich habe mich immer gefragt, wohin diese Menschen gehen und was sie tun. Eines Tages fragte mich ein Teenager gerade heraus, welchen Beruf ich habe und ob ich ihr ein Praktikum besorgen könnte. Ich fand es so erstaunlich, dass mich dieses Erlebnis hierher führte.

U-Bahn-Blog: Wie viel Zeit verbringen Sie mit dem Bloggen?

Marie Dinkle: Zurzeit warte ich auf einige Prüfungsergebnisse, so dass ich etwas Zeit habe.

U-Bahn-Blog: Ist dies Ihr erstes Blog? Haben Sie vielleicht journalistische Erfahrungen?

Marie Dinkle: Es ist mein erstes Blog und ich war nie Journalistin. Es sollte ein kleines Hobby sein, das nun „famous” geworden ist. (Ich hasse dieses Wort - so anmaßend). Ich werde der Sache etwas mehr Zeit geben.

U-Bahn-Blog: Die Menschen in Ihren Geschichten sehen sehr fröhlich aus. Ein Eindruck, den ich in Berlin eher selten habe. Könnte dies etwas typisch Französisches sein?

Marie Dinkle: Also, eigentlich sagen die Leute immer, dass die Franzosen und insbesondere die Pariser so launisch und vornehm sind. Es ist aber nun einmal so: Wir sind Menschen und alle voneinander verschieden. Und wenn man sich traut, hinter das ernste Gesicht zu blicken, wird man jemanden mit einem großartigen Leben entdecken.

U-Bahn-Blog: Kennen Sie die Arbeit von Loredana Nemes? Sie fotografiert die Menschen in der U-Bahn in eher versteckter Vorgehensweise. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem offenen Fotografieren von Personen gemacht?

Marie Dinkle: Bisher habe ich noch nicht von ihrer Arbeit gehört, aber sie ist sehr gut, sehr talentiert. Ich kenne die Berliner U-Bahn, da ich über ein Jahr in Berlin in der Hufelandstraße gewohnt habe. Eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Viele Menschen wollen nicht fotografiert werden und ich verstehe sie. Wir haben alle ein besonderes Verhältnis zu unserem Bild. Es fällt schwer, dies Fremden zu geben und es dazu noch im Internet veröffentlichen zu lassen.

U-Bahn-Blog: Haben Sie damit auch negative Erfahrungen gemacht?

Marie Dinkle: Ja, einmal hatte mir eine Frau nicht gestattet, sie zu fotografieren. Das war mir etwas peinlich, worauf ich einige SMS an einen Freund schrieb. Die Frau sah mich mit dem Handy spielen und dachte, dass ich sie fotografieren würde, obwohl sie es mir nicht erlaubt hatte. Plötzlich begann sie mich vor den anderen Fahrgästen anzuschreien. Das hat mich so sehr überrascht, dass ich es nicht einmal wagte, mich selbst zu verteidigen.

U-Bahn-Blog: Und wie viele willigen letztlich doch ein?

Marie Dinkle: Auf ein Ja kommen zehn Nein. Aber der Wert derer, die einwilligen, ist immer unbezahlbar.

U-Bahn-Blog: Vielen Dank für das Interview!

Abschließend noch ein Videotipp von Marie Dinkle, der das Thema des Fotografierens in eigener Weise interpretiert:

A Thousand Words from Ted Chung on Vimeo.

Umsteigebahnhof (3)

Schaffner 13. September 2009

  • Gleis 1: Eine Art Berliner U-Bahn-Trilogie ist im Fotoblog von Karina Brys erschienen: U-Bahn girl (1), U-Bahn girl (2) und U-Bahn girl (3). Sinn für Humor beweist sie an gleicher Stelle mit ihrer SchUh-Bahn.
  • Gleis 2: Pünktlich zum Kurzfilmfestival Going Underground zurückgekehrt, konnte ich mir die meisten Filme in der U-Bahn ansehen. Eine Übersicht der Wettbewerbsfilme und die Möglichkeit, ausgewählte Beiträge online zu betrachten, gibt es hier. Abstimmungen sind noch möglich!
  • Gleis 3: Am 09.09.2009 eröffnete die erste Metro in Dubai: vollklimatisiert, vollautomatisch, vollvernetzt. 29 Stationen auf über 52,1 km. Dabei haben die Betreiber mit recht ungewöhlichen Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen: es kommt zu häufigen Verspätungen, da Fahrgäste die Notbremse betätigen. Ein Sprecher der Betreiberfirma: “Some passengers on board pushed emergency buttons to open or close the doors or just for fun and this led to delays in the train service”. Viele Informationen bieten die Seiten DubaiMetro sowie die Gulf News. Einsteigen, bitte:

Postkarte aus Rom

Schaffner 4. September 2009

Während sich die Station Anagnina beim U-Bahn-Blog-Test am Tage präsentierte, zeigt sie sich hier durchaus reizvoll illuminiert am Abend.

Metropolitana di Roma: Station Anagnina

Tunnelblick (1)

Schaffner 16. August 2009

Tunnelblicke können Gechichten erzählen.

Etwa die der Dame, die auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch plötzlich eine Laufmasche hatte…

Stillleben U-Bahnhof Friedrich-Wilhelm-Platz

Oder die des Jungen, der zur Gruppe gehören wollte. Anstatt des Gruppen-Tags sich aber für ein Cartoon entschied…

Hasenfuß im U-Bahnhof Friedrich-Wilhelm-Platz

Sie können aber auch selbst Teil einer Geschichte sein…

Judith Herrmann-Zitat im U-Bahnhof Zoologischer Garten

U55 – Eröffnungsfeier für die U-Bahn der Superlative

Schaffner 8. August 2009

U55 Eröffnung - Drehorgel und Berliner Bär im Hauptbahnhof

Gegen 11.00 Uhr fuhr heute die erste reguläre U-Bahn vom Hauptbahnhof via Bundestag zum Brandenburger Tor. Zuvor hatte sie bereits den Bürgermeister Klaus Wowereit und weitere Ehrengäste bei der Jungfernfahrt befördert. Während der U-Bahnhof Bundestag bereits zu verschiedenen Anlässen besichtigt werden konnte, zeigten sich die U-Bahnhöfe Hauptbahnhof und Brandenburger Tor heute zum ersten Mal der Öffentlichkeit. U55 Eröffnung - Brandenburger Tor StationsnameIm Hauptbahnhof ist vor allem die Deckenhöhe beeindruckend, die Station Brandenburger Tor wirkt sehr wertig. Gelungen ist dabei die schlichte Eleganz des Gesamten.

Die Fahrt selbst dauert kaum drei Minuten in dem generalüberholten U-Bahnzug, der eingleisig zwischen den U-Bahnhöfen pendelt. Kürzer geht es in nicht. Leider aber auch nicht billiger. U55 Eröffnung - LuftballonmarkierungDie Promoter entlang der Luftballon-Kette an der Oberfläche wurden instruiert, Fragende bezüglich des Preises an die Senatsverwaltung zu verweisen. 320 Mio. Euro sind es geworden – eigentlich kein Geheimnis. Eher der beste Grund, warum der U-Bahnhof Brandenburger Tor nicht Endstation bleiben darf. Die U55 macht erst nach dem Lückenschluss zum Alexanderplatz Sinn.

Eröffnung der U55

Eröffnungsveranstaltung am 08. August 2009

28 Fotos

Erste U55 rollt um 11.05 Uhr vom Hauptbahnhof

Schaffner 7. August 2009

U55 Hauptbahnhof. Hinweis: minimal-invasive FotomontageDrei Stationen hat die sogenannte Kanzler-Bahn, die ab morgen zwischen Hauptbahnhof, Bundestag und Brandenburger Tor ihren Dienst aufnehmen wird. 320 Mio. Euro wurden auf der nur 1,8 km langen Strecke verbaut, auf der überarbeitete Wagen zum Einsatz kommen, die früher u.a. auf den Linien U8 und U9 unterwegs waren. Da die kürzeste U-Bahnstrecke Berlins noch keinen Anschluss an das restliche Netz hat, mussten die runderneuerten Wagen über einen Schacht am Hauptbahnhof per Kran an ihren Bestimmungsort gebracht werden.

U-Bahnhof BundestagDie Jungfernfahrt startet gegen 10.00 Uhr, die Öffentlichkeit wird dann ab 11.05 Uhr die erste Fahrt vom Hauptbahnhof zurücklegen können. Die Feierlichkeiten werden sich vornehmlich am Hauptbahnhof sowie auf der Hauptbühne der Station Bundestag abspielen.

Wenn die U55 schließlich ihren Regelbetrieb im 10-Minuten-Takt aufnimmt, gehen die Bauarbeiten weiter. Etwa 2,2 km fehlen dann noch für den Lückenschluss bis zum Alexanderplatz. Dieser Streckenabschnitt wird drei bzw. vier weitere Bahnhöfe erhalten: der Kreuzungsbahnhof Unter den Linden(Bahnhof oben (U6) und Bahnhof unten (U5)), Museumsinsel und Rotes Rathaus.

Einen Überblick zum Bühnenprogramm bietet die BVG hier.

Pol Sax: U5

Going Underground 8

Schaffner 1. August 2009

Zurzeit flimmert ein neudeutscher Last Call über die Monitore des Berliner Fensters. Der Aufruf bezieht sich auf den Einsendeschluss des 8. Internationalen U-Bahn Film Festival Berlin, das vom 09. bis zum 15. September 2009 stattfinden wird. Neben dem regulären Wettbewerb gibt es einen sog. Spezial-Wettbewerb mit dem Thema „1989 UP AGAINST THE WALL“, der im Jubiläumsjahr an den Fall der Mauer erinnern soll. Noch bis zum 20. August können interessierte Filmemacher ihre Werke einsenden.

Das U-Bahn-Blog bietet derweil seinen eigenen Beitrag zum Thema.

Klassisch, minimalistisch und sofort (nach dem Anklicken):

Fall der Mauer

U-Bahn-Blog-Test: Rom

Schaffner 31. Juli 2009

Wenige Städte haben sehr gute Gründe, über ein schlecht ausgebautes U-Bahn-System zu verfügen. Rom ist eine davon.

Neben komplizierteren Planungen und Geldnot ist die ewige Stadt am Tiber nicht nur oberirdisch ein Museum. Archäologische Überreste allerorts sorgten und sorgen immer noch bei den Bauarbeiten für Probleme.

Heute verfügt Rom lediglich über zwei U-Bahn-Linien. Die heutige Linie B, eröffnet 1955, von Laurentina im Süden nach Rebibbia im Nordosten und die Linie A, eröffnet 1980, von Anagnina im Südosten nach Battistini im Nordwesten (nach jeweiligen Verlängerungen). Beide Linien kreuzen den Hauptbahnhof Termini, der dadurch vor allem zu den Hauptverkehrszeiten hoffnungslos überlastet ist. Eine Verlängerung bzw. ein Abzweig der Line B ist in Bau (Linie B1), ebenso eine neue Linie C, deren Fertigstellung aber sicher noch einige Jahre auf sich warten lässt.

Das Abenteuer mit der Metropolitana oder kurz Met.Ro ist schon ab einem Euro zu haben. Dieser günstige Preis führt auch dazu, dass sich die Tageskarte für vier Euro und die 3-Tageskarte für elf Euro kaum rechnen. Das Umsteigen in den Bus ist erlaubt. Übrigens sind die Fahrkartenautomaten auch eine verlässliche Ticketquelle für andere öffentliche Verkehrsmittel, da es z.B. nicht in allen Bussen möglich ist, einen Fahrschein zu erwerben.

Der Service wird von Montag bis Freitag zwischen 5:30 Uhr und 23:30 Uhr angeboten, in den Nächten zu Samstag und Sonntag bis etwa 1:30 Uhr. Damit scheidet die Met.Ro häufig für die Rückkehr in der Nacht aus. Dann wird es erst wirklich abenteuerlich, wenn es heißt, in einen Bus umzusteigen. Der Italiener würde hier sagen „fa morire“, was so viel heißt wie „sterben lassen“. Aber das wäre ja eher etwas für das Bus-Blog oder so.

Landet man mit dem Flieger in Ciampino, ist der Buszubringer allerdings zu empfehlen, auch wenn etwas oder etwas mehr Geduld gefragt ist. Man ist schließlich im Land des süßen Lebens und nicht in dem der Fahrpläne. Für nur 1,20 Euro fährt der Bus direkt zur Station Anagnina der Linie A. Hier ist der erste Eindruck durchaus positiv: eine skurril-gelblich erstrahlte Station, die einen alte Straßenbahn in ihrem Zentrum zu neuen Ehren bringt. Hinzu kommt der günstige Preis an der biglietteria automatica – dem Fahrkartenautomaten, der sogar Deutsch versteht. Metropolitana di Roma  - neue U-Bahnen der Linie ASchließlich steigt man in einen klimatisierten Raum und denkt, man befindet sich wieder im Flieger mit dem orange-weißen Plastik. Ebenso freie Platzwahl und keine Getränke. Die Kühle weiß man besonders bei Temperaturen über 35 Grad sehr zu schätzen. Dazu laufen auf Monitoren, neben durchaus kreativen Cartoons, auch Spots, die auf Diebe aufmerksam machen. Dazwischen gibt es noch mehr oder weniger lustige Pleiten-Pech-und-Pannen-Videos. Möchte man lieber etwas lesen, bietet das Projekt subway LETTERATURA kostenlos kleine Heftchen mit Lyrik oder Prosa – wenn auch auf Italienisch. Kurzum - der Fahrgast hat nicht viel zu meckern.

Ein Highlight auf der Strecke der Linie A ist die Überquerung des Tibers. Hier erkennt man schließlich, dass die Fensterscheiben passend zu den Sonnenbrillen der Italiener getönt sind, um noch wenigstens ein Klischee zu bedienen.

Metropolitana di Roma - Tiberquerung 1.JPG

Doch damit hat es sich für den Fahrgast schön erschöpft. Auf den meisten Bahnhöfen herrscht Langeweile: monoton gestaltete U-Bahnhöfe, denen ihre Entstehungszeit anzusehen ist. Im Dutzend geplant – im Dutzend gebaut. Ohne die Stationsschilder wären sie kaum zu unterscheiden.

Aus den Lautsprecheransagen hat man die fremdsprachigen Touristen verbannt. Nach den Stationsnamen folgt stets das monotone „uscita lato destro“ oder „uscita lato sinistro“ (Ausstieg rechte Seite bzw. linke Seite). In der B-Note ein Pluspunkt für die italienische Atmosphäre, der in der A-Note aber sogleich abgezogen werden muss. Nicht jeder Tourist versteht schließlich Italienisch.

Auf der Linie B wähnt man sich in der zweiten oder gar dritten Klasse. Hier sind noch die U-Bahnen älterer Bauart im Einsatz, die bei subtropischen Temperaturen den Eindruck einer Unisex-Sauna nicht verdrängen können. Dies wird ergänzt durch bunte Tags an allen Orten. Metropolitana di Roma - Farbspiele.JPGIm Sonnenschein erzeugt dies mitunter ein interessantes Farbspiel in den Fenstern, aber dem Äußeren der U-Bahnen steht das farbenfrohe Kleid überaus schlecht.

Am Ende bleibt ein ernüchterndes Fazit. Der verkorkste Anfang mit der unattraktiven Linie B in monotoner Bauweise wurde gemacht, eine leichte Steigerung kam mit der Linie A, aber aus dem Lautsprecher schallt ein „Uscita: incerta“ („Ausgang: ungewiss“).

PRO

  • komfortabel in der Linie A, dazu günstig

CONTRA

  • langweilige und monotone Bauweise
  • drittklassige Line B
  • nur zwei Linien

2 Wagen.jpg

Metropolitana di Roma

Der U-Bahn-Blog-Test: Rom. Für zwei Linien erhält die Met.Ro im Ergebnis auch nur zwei U-Bahnwaggons.

40 Fotos

Empathische Verwirrungen

Schaffner 16. Juli 2009

Die Berliner Morgenpost freut sich darüber, dass in einigen Blogs (das sind die Dinger, die auch gern irritierenderweise als Internettagebücher beschrieben werden) das Video von Bryn Chainey erst nach unglaublichen 8 Monaten nach oben gespült und außerdem „missverstanden wurde“ (auch gestern im U-Bahn-Blog). Die gefühlskalte Reaktion der Berliner auf den leblos daliegenden Bryn Chainey wird folgendermaßen aufgeklärt:

Dass sie trotzdem so kühl an dem liegenden Mann vorbeigelaufen sind, erklärt sich der Künstler mit der Anwesenheit der Kamera. Berliner seien eben daran gewöhnt, an Filmaufnahmen vorbeizulaufen. „Ich denke, dass deswegen niemand angehalten hat.“

Unter dem von mir zitierten Vimeo-Video findet sich aber einzig folgende Erklärung:

This is me at Berlin’s Alexanderplatz U-Bahn Station. I just wanted to see if anyone would care whether I was dead. They didn’t.

Mir kam die Erklärung durch eine erkennbare Filmaufnahme für die Passanten ebenfalls, habe dies aufgrund des beigefügten Textes aber verworfen. Es wäre nicht die erste gut “versteckte Kamera” gewesen. Außerdem wies die etwas reißerische Videoüberschrift „Empathy in Berlin“ ebenso in eine andere Interpretationsrichtung.

Ich schaue jetzt mal wieder in die Glaskugel und sehe da, dass das Video mit diesem erklärenden Satz „Es handelte sich aber für die Passanten vollkommen offensichtlich um einen Videodreh durch die aufgestellte Kamera.“ nicht halb so viel Aufmerksamkeit bekommen hätte, die Morgenpost auch keine Story - ebenfalls erst nach 8 Monaten. Und das wäre ja nun wirklich schade gewesen.

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